Saison

Stuttgart und der Auswärtsfluch – die never ending story

Fünf Spiele – fünf Niederlagen. Auswärts hat der VFB Stuttgart in diesem Jahr einige herbe Niederlagen einstecken müssen. Die Frage, die sich Verein und Fans gleichermaßen stellen, ist, ob und wie die Stuttgarter diesen Auswärtsfluch durchbrechen können. Bei den Wettanbietern werden dem Team gerade nicht die besten Chancen zugerechnet und die Quoten sehen entsprechend aus. Doch woran liegt das Auswärtsdesaster? Und wie kann Stuttgart dem Fluch entkommen?

Das größte Problem der Stuttgarter ist, dass sie einfach das Tor nicht treffen – sechs Tore in neun Spielen ist eine mehr als schlechte Ausbeute. Während die Defensive des VFB recht stabil ist, wird vorn viel zu wenig Aggressivität an den Tag gelegt. Insgesamt konnte sich das Team in neun Spielen in der Bundesliga auch nur neun gefährliche Chancen erarbeiten und davon mündeten lediglich zwei in einem Tor. Das bedeutet sage und schreibe eine einzige Torchance pro Spiel und eine Chancennutzung von 20 Prozent. Insgesamt sind die Stuttgarter in Sachen Torgefährlichkeit derzeit auf dem drittletzten Platz, nur der 1. FC Köln und Werder Bremen bewegen sich noch seltener im Torraum.

Folgerichtig muss an der Offensive des VFB stärker gearbeitet werden. Auch im Spiel gegen Leipzig hielt Trainer Hannes Wolf an seiner bisherigen Strategie fest, eine Dreierkette auf den Rasen zu schicken, die in der Rückwärtsbewegung zu einer Fünferkette wird. Nach dem ersten Gegentor wurde zwar eine offensivere Spielweise an den Tag gelegt, doch wäre es an der Zeit, dass Wolf seine Strategie von Grund auf ändert und nicht an dem erfolglosen System festhält. Statt den Defensivraum zu verbarrikadieren, müssen die Stuttgarter mehr nach vorn spielen, auch auf die Gefahr hin, Räume für den Gegner zu öffnen.

Wenn Stuttgart sich nicht zeitnah fängt und den Auswärtsfluch durchbricht, wird wohl ein Rutsch auf die Abstiegsplätze unvermeidlich werden. Die nächste Möglichkeit den Auswärtsfluch zu besiegen gibt es im DFB-Pokalspiel beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern. Hier geht es für die Stuttgarter um den Einzug ins Achtelfinale und die Chancen stehen optimal. Als Schlusslicht in der zweiten Bundesliga werden die Betzen es schwer gegen den Aufsteiger haben. Zum jetzigen Zeitpunkt können die Pfälzer in der Liga gerade mal sechs Punkte vorweisen und verpassten zuletzt beim Heimspiel gegen Duisburg die Chance die Rote Laterne an Fürth abzugeben. Darüber hinaus haben die Schwaben gute Erinnerungen an den Betzenberg. So konnten die Stuttgarter in Lautern beim letzten Spiel durch einen Treffer von Simon Terodde mit 1:0 gewinnen. Wenn es möglich ist den Fluch zu durchbrechen, dann hier.